Ein Wasserfilter enthärtet das Wasser, entfernt Kalk, verbessert dadurch den Geschmack
31. Juli 2021
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2 Minuten
In Deutschland und Mitteleuropa ist das Trinkwasser meistens von guter Qualität, sodass Wasserfilter nicht erforderlich sind. Allerdings gibt es Ausnahmen. Eine dieser Ausnahmen betrifft die Zubereitung von qualitativ hochwertigem Tee, teilweise auch die von Kaffee. Tee, und zum Teil auch Kaffee, schmecken einfach besser (und sehen schöner aus), wenn sie mit weichem Wasser zubereitet werden. Das Leitungswasser enthält an vielen Orten recht viel Kalzium und Magnesium, ist also relativ hartes Wasser. Wie hart genau, das kann man bei den Wasserwerken erfragen. Für den Tee ist aber weniger die objektive Wasserhärte das Kriterium, als der gute Geschmack.

Hartes Wasser ist grundsätzlich erstmal kein Qualitätsmangel. Die Stoffe, die die Härte verursachen, vor allem Kalzium und Magnesium, sind wichtig für die Gesundheit, sollten also in einer gesunden Ernährung nicht fehlen. Trotzdem muss man sie im Tee nicht unbedingt haben, es reicht aus, sie mit sonstigen Getränken und mit der Ernährung aufzunehmen.

Hartes Wasser ist also nicht ungesund, kann aber zu einer Geschmacksbeeinträchtigung beim Tee führen. Es kommt auch auf die Teesorte und auf den persönlichen Geschmack an. Ob man mit einem Wasserfilter, also mit weniger hartem Wasser, eine Verbesserung des Geschmacks erreichen kann, kann man schon vor dem Kauf feststellen. Inhaltsstoffe des Tees verbinden sich mit Kalk zu einer harten Verbindung, die sich auf Teekanne, Teetassen und auch auf den Zähnen des Teetrinkers als brauner Belag absetzt. Auf der Oberfläche des Tees schwimmen Schlieren, die nicht sehr schön aussehen. Wenn man diese Symptome kennt, dann kann man davon ausgehen, dass man mit weicherem Wasser nicht nur diese optisch unschönen Ablagerungen verringern oder vermeiden kann, sondern dass man auch den Geschmack des Tees verbessern wird.

Tischfilter

Die Wasserhärte lässt sich durch Wasserfilter verringern, die Kalk und Magnesium aus dem Wasser entfernen. Häufig wird auch noch Chlor entfernt, was mit Sicherheit auch zur Geschmacksverbesserung beiträgt, aber nur dann relevant ist, wenn das jeweilige Wasserwerk das Trinkwasser chlort. Viele Wasserfilter entfernen auch noch diverse andere Stoffe aus dem Wasser, was aber in den meisten Fällen schon deshalb nicht notwendig ist, weil sie im normalen Trinkwasser gar nicht enthalten sind. Da hartes Wasser grundsätzlich gut für die Gesundheit ist, ist es eine gute Idee, selektiv nur das Teewasser zu enthärten. Das geht am besten mit einem Tischfilter. Tischfilter müssen nicht installiert werden, sind sofort einsatzbereit. Sie sind einfach zu bedienen, man gießt oben das benötigte Wasser hinein, wartet, bis es durch den Filter gelaufen ist und hat sofort weiches Wasser zur Tee- oder Kaffeezubereitung. Die Filter können auch gefüllt im Kühlschrank aufbewahrt werden, dann hat man immer fertig gefiltertes Wasser zur Hand.

Je härter, also je kalk- und magnesiumreicher das Wasser ursprünglich war, umso deutlicher ist die Geschmacksverbesserung beim Tee. Ablagerungen und Schlieren verschwinden meistens ganz, werden auf jeden Fall deutlich reduziert. Der Preis dafür ist ein bisschen mehr Aufwand beim Teekochen. Bei der Anschaffung des Tischfilters lohnt es sich, auf Qualität zu achten, denn die Filterergebnisse sind durchaus unterschiedlich.

Teezubereitung

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Beitragsbild: Tomislav Pinter/Shutterstock