Wassersteine und Edelsteinwasser – wie aus Leitungswasser energiereiches Heilwasser wird

Edelsteinwasser liegt im Trend. Was das ist, wie es wirkt (ganz anders!) und warum die Wirkung nicht nachweisbar ist, aber trotzdem so viele daran glauben
Wassersteine in Wasserkaraffe: Edelsteinwasser
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9 Minuten
Astrid Kurbjuweit
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In Deutschland und im größten Teil Europas ist das Leitungswasser als Trinkwasser geeignet. Fast überall hat es eine hervorragende Qualität.

Im Vergleich zu Wasser, das in Flaschen abgefüllt ist, ist Leitungswasser unschlagbar günstig, und durch den Transport durch Wasserrohre auch sehr ressourcensparend.

Es ist oft gesünder und reiner als Wasser aus Flaschen.

Allerdings ist es irgendwie profan und langweilig. Der Glamour-Faktor von Leitungswasser ist ziemlich genau Null.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, das zu ändern. Hier geht es darum, wie man mithilfe von Wassersteinen aus simplem Leitungswasser trendiges Edelsteinwasser oder Heilsteinwasser macht.

Und was das mit den Menschen macht, die es trinken.

Was ist Edelsteinwasser? Was sind Wassersteine?

Ganz profan ist Edelsteinwasser Leitungswasser, in dem sich Wassersteine befinden. Oder vor kurzem befanden.

Wassersteine sind Edelsteine, Schmucksteine, Halbedelsteine, Minerale, alles steinige, was nicht in Wasser löslich ist.

Der Glamour-Faktor kommt aber erst dann auf, wenn man glaubt, dass die Wassersteine aus dem Leitungswasser energiereiches Vitalwasser machen. Dass sie das Wasser aufladen, mit einer nicht näher erläuterten Energie.

Wer Edelsteinwasser trinkt, trinkt nur scheinbar Leitungswasser. Wer glaubt, Wasser zu trinken, das durch Edelsteine verbessert wurde, glaubt leicht daran, dadurch auch zu einer verbesserten Version seiner Selbst geworden zu sein.

Edelsteinwasser ist gesund und nebenwirkungsfrei. Es ist einfach herzustellen.

Herstellung von Edelsteinwasser

Um Edelsteinwasser herzustellen braucht man Wasser und Edelsteine.

Das Wasser kommt aus der Leitung. Wenn man dem Leitungswasser skeptisch gegenübersteht, kann man es vorher durch einen Wasserfilter laufen lassen.

Kohlensäurehaltiges Wasser ist aber ungeeignet, da manche Substanzen in den Steinen durch die Säure gelöst werden können.

Mit wenigen Ausnahmen ist jeder Stein geeignet, ein Wasserstein zu sein. Aber es wird davon ausgegangen, dass verschiedene Steine unterschiedliche Wirkungen entfalten.

Da die Auswahl riesig ist und man als Anfänger gar nicht wissen kann, wie man am besten anfängt, gibt es die Basissets, kleine Sammlungen verschiedener Edelsteine zur Herstellung von Edelsteinwasser.

Ein Basisset kann zum Beispiel aus Bergkristall, Amethyst und Rosenquarz bestehen. Alle drei sind Quarze. Man kann sie einzeln oder als Set kaufen.

Amethyst, ein Wasserstein

Amethyst ist ein Wasserstein, der zur Herstellung von Edelsteinwasser verwendet werden kann
Foto: Jana.Ullmannova/Shutterstock

Man legt die Steine in eine Glaskaraffe und gießt Wasser dazu, bis die Karaffe voll ist.

Dann soll die Mischung mindestens 12, besser 24 Stunden ruhen, damit die Wassersteine ihre Energie an das Wasser abgeben können.

Das Wasser trinkt man, die Steine kann man beliebig oft wiederverwenden.

Natürlich gibt es ganze Abhandlungen darüber, welche Steine man nehmen kann und nehmen sollte, um bestimmte Wirkungen zu erzielen.

Und wie man die Menge an abgegebener Energie dosiert. Wieviel Steine man auf welche Wassermenge nimmt undsoweiter.

Aber die Herstellung ist im Prinzip immer gleich. Die Unterschiede betreffen die Details.

Welche Steine sind Wassersteine?

Im Prinzip kann jeder Stein ein Wasserstein sein. Aber in der Praxis werden meistens Edelsteine oder andere Schmucksteine verwendet.

Man kann Wassersteine unter dieser Bezeichnung kaufen, ohne sich mit den Wirkungen der jeweiligen Steinsorten auszukennen. Es steht auf der Packung.

Besser ist natürlich, wenn man weiß, was man tut.

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Zuletzt aktualisiert am 4. März 2024 um 05:00 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Am Anfang stehen Bergkristall, Amethyst und Rosenquarz. Das ist das Basisset, das man auch unter dieser Bezeichnung kaufen kann.

Ebenfalls verwendet werden:

  • Chrysopras
  • roter Jaspis
  • Magnesit
  • grüner Aventurin
  • Sodalith
  • Schungit
  • Moosachat
  • Chalcedon
  • Citrin
  • Schörl/schwarzerTurmalin
  • Obsidian
  • Mondstein
  • Orangencalcit
  • Calcit
  • Marienglas (Gips)
  • Milchquarz
  • Karneol
  • Smaragd
  • Diamant

Alle diese Steine sind wasserunlöslich. Geben also keine Substanzen an das Wasser ab.

Sie erfüllen die Definition eines Edelsteines mehr oder weniger, aber das spielt keine Rolle.

Andere Steine, die (unter anderem) wasserlösliche Substanzen enthalten, sind als Wassersteine ungeeignet.

Am besten hält man sich also an Steine, die als Wassersteine verkauft werden, dann kann man sicher sein, dass das Ergebnis auch tatsächlich gesund ist.

Was ist die Wirkung der Wassersteine, des Edelsteinwassers?

Jeder (Edel-)Stein soll seine spezifische Wirkung haben.

Aber generell soll es so sein, dass von den jeweiligen Steinen bestimmte Schwingungen und positive Energien ausgehen, die auf den menschlichen Organismus übertragen werden, wenn das daraus hergestellte Edelsteinwasser getrunken wird.

In diesem Zusammenhang wird auch von Frequenzen der Steine gesprochen, welche unterschiedliche Chakren des Menschen ansprechen sollen.

Die verwendeten Begriffe werden nicht definiert, man muss aus der Verwendung erschließen, was damit gemeint sein könnte.

Die Überzeugung, dass die Steine bestimmte Wirkungen haben, lässt sich in der Geschichte weit zurück verfolgen. Zum Teil bis in die Steinzeit.

Die heutigen Beschreibungen der Wirkungen der verschiedenen Steine gehen wohl auf Hildegard von Bingen zurück, die ihre Ideen vor fast 1000 Jahren aufgeschrieben hat.

Vermutlich gehören diese Versuche in die gleiche Kategorie wie die Alchemie und die Astrologie. Zur Zeit ihrer Entstehung durchaus ernstgemeint und vernünftig, inzwischen aber widerlegt, für unsinnig befunden.

Von jedem Stein wird angenommen, dass eine bestimmte Wirkung auf den Körper übergeht.

Diese ist je nachdem:

  • Harmonie
  • Leidenschaft
  • Entspannung
  • Vitalität
  • Konzentration
  • Geborgenheit
  • Selbstbewusststein und Selbstvertrauen
  • seelisches und körperliches Gleichgewicht
  • Liebe
  • Lebenskraft
  • Diäten und Abnehmen
  • Stoffwechsel und Verdauung
  • Entschlackung, Entgiftung und Entwässerung.

Tatsächlich belegt werden konnte  in wissenschaftlichen Untersuchungen nichts davon. Das ist auch kein Wunder, denn die verwendeten Begriffe sind so allgemein gehalten, dass einfach nicht festgestellt werden kann, ob es eine Wirkung gibt oder nicht.

Wie wirken Wassersteine?

Wassersteine sind wasserunlöslich. Egal, wie lange sie im Wasser liegen, sie geben keine Substanz an das Wasser ab.

Man kann sie auch beliebig oft in beliebig viel Wasser legen, sie werden nicht weniger. Was ja der Fall sein müsste, wenn sie egal was an das Wasser abgeben würden.

Sie müssen also irgendwie anders wirken.

Die Wissenschaft hat mit Begriffen wie Chakra ein Problem, weil niemand genau sagen kann, was das ist. Und unter Frequenz, Schwingungen, Energie versteht die Wissenschaft genau definierte Dinge. Die hier nicht gemeint sind.

Und auch wenn man davon ausgeht, dass nur die Energie der Steine ans Wasser abgegeben wird, bleibt ein Problem.

Denn man kann die Steine beliebig oft wiederverwenden. Es ist also unendlich viel Energie in ihnen enthalten. Das ist schwierig vorstellbar.

Die Wissenschaft kann also die Frage, wie, auf welche Weise, die Wassersteine wirken, nicht beantworten.

Das heißt, man muss es glauben.

Wassersteine, Edelsteinwasser und Psychologie

Wenn egal was eine Wirkung hat, die es eigentlich nicht haben kann, dann spricht man vom Placebo-Effekt. Dieser ist durchaus messbar, ist real vorhanden.

Der Placebo-Effekt hängt mit dem Bestätigungsfehler (confirmation bias) zusammen.

Wir neigen dazu, nur die Dinge und Tatsachen zu sehen, die unsere Meinung bestätigen.

Wenn wir also überzeugt sind, dass ein bestimmtes Edelsteinwasser eine bestimmte Wirkung haben muss, dann werden wir jede Veränderung im Sinne dieser Wirkung interpretieren.

Und jede Veränderung, bei der das nicht geht, ignorieren. Wir werden auf alle Stimmen hören, die uns die Wirkung bestätigen.

Und wir werden alle ignorieren, sogar als böswillig ansehen, die Argumente gegen diese Wirkung anführen.  Das ist menschlich. Wissenschaftlich ist es nicht.

Aber da Edelsteinwasser nebenwirkungsfrei und genauso gesund wie Leitungswasser ist, kann man sich ruhig an den hübschen, bunten Wassersteinen freuen und das Wasser trinken. Und dabei glauben, was man möchte.

Anwendung von Edelsteinwasser

Edelsteinwasser soll man trinken. Und zwar in recht großen Mengen, täglich mehrmals. Man kann es auch zur Zubereitung von Tee verwenden, den man dann aber auch trinkt.

Das bedeutet, dass man unabhängig von der Wirkung der jeweiligen Wassersteine recht viel trinkt.

Das ist gesund.

Wer genügend trinkt, tut seiner Gesundheit, aber auch seinem Wohlbefinden etwas Gutes.

Eine Frau trinkt Edelsteinwasser

Edelsteinwasser trinken ist wie Wasser trinken. Gut. Gesund. Wohltuend.
Foto: sebra/Shutterstock

Und auch wenn es zumindest theoretisch möglich ist, auch zu viel zu trinken, so kommt das in der Praxis eher nicht vor.

Regelmäßig ausreichend bis viel zu trinken verbessert also Wohlbefinden und Gesundheit.

Es kann also durchaus sein, dass die angenommenen Wirkungen des Edelsteinwassers schlicht Wirkungen des Wassers sind.

Wenn die Wassersteine einen davon überzeugen, genug zu trinken und damit seine Gesundheit zu fördern, dann ist das eine gute Sache.

Hübsch aussehen tun sie auch, das gibt dem Wohlbefinden gleich noch einen Schub.

Remineralisieren kann man das Wasser mit den Wassersteinen übrigens nicht. Denn sie lösen sich nicht im Wasser, geben keine Mineralien ans Wasser ab.

Wer also einem Mangel an Mineralstoffen oder Spurenelementen vorbeugen möchte, kann das mit Edelsteinwasser nur in dem Rahmen tun, in dem die Mineralien bereits im Leitungswasser vorhanden sind.

Wenn einem der Geschmack des Wassers fade vorkommt, kann man mit einem Spritzer Zitrone Geschmack reinbringen.

Allerdings sollte man das erst dann tun, wenn man die Steine aus dem Wasser genommen hat. Die Säure kann Substanzen aus den Steinen lösen, das ist nicht immer gesund und sollte vermieden werden.

Nebenwirkungen der Wassersteine

Wassersteine haben keine Nebenwirkungen. Das gilt jedenfalls dann, wenn man tatsächlich wasserunlösliche Steine verwendet.

Steine können allerdings durchaus Verunreinigungen, Einschlüsse haben, die dann doch wasserlöslich sind. Dann weiß niemand, was sich da im Wasser gelöst hat.

Ein gewisses Risiko für Nebenwirkungen gibt es also doch. Um das zu vermeiden, sollte man nur Wassersteine verwenden, die auch tatsächlich als solche verkauft werden.

Ein weiteres mögliches Problem ergibt sich aus der unbegrenzten Wiederverwendbarkeit der Steine. Was lange Zeit im Wasser liegt, setzt Algen an. Wo auch immer die herkommen. Andere Verschmutzungen sind auch möglich.

Und da die meisten Steine in Form von Kristallen vorliegen, also scharfkantige, vieleckige Formen haben, ist es nicht so einfach, sie zu reinigen.

Die Verschmutzungen können sich dann im Wasser lösen und können Nebenwirkungen hervorrufen.

Wassersteine: Grüner Aventurin als Trommelsteine

Grüner Aventurin: kleine Trommelsteine als Wassersteine
Foto: Lidia_Efimova/Shutterstock

Deshalb werden Wassersteine oft nicht als naturbelassene Rohsteine, sondern als Trommelsteine verwendet. Diese sind rund geschliffen, haben eine glatte Oberfläche, die sich leicht reinigen lässt.

Außerdem können die Trommelsteine die Glaskaraffe nicht zerkratzen. Glas ist zwar sehr hart, aber viele Edelsteine sind härter, können also mit ihren scharfen Kanten das Glas zerkratzen.

Erfahrungen mit Wassersteinen und Edelsteinwasser: Ist das etwas Gutes?

Die Erfahrungsberichte von Anwendern von Wassersteinen und Edelsteinwasser sind fast durchweg positiv.

Das bedeutet, das der weiter oben erläuterte Bestätigungseffekt wirkt.

Wer nicht an die Wirkung von Edelsteinwasser glaubt, wird es nicht trinken. Und wer es trinkt, ist von seiner Wirkung überzeugt. Also wird er eine Wirkung bemerken. Das ist in Ordnung.

Aber Edelsteinwasser ist trotzdem sinnvoll, wenn die Anwendung bewirkt, dass man genügend trinkt.

Bei korrekter Zubereitung und sauberen Wassersteinen kann jeder bedenkenlos Edelsteinwasser trinken.

Kinder, Erwachsene, alte Menschen, auch Katzen, Hunde und andere Haustiere. Man kann seine Pflanzen damit gießen und darin baden, wenn man möchte.

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Beitragsbild: Wirestock Creators/Shutterstock