Den Garten mit Regenwasser zu gießen ist in jeder Hinsicht viel besser, als Wasser aus der Leitung zu nehmen. Also hat man eine Regentonne.
Beim Aufstellen der Regentonne hatte man noch den Eindruck, dass da richtig viel Wasser reinpasst.
Die Realität ist aber in den meisten Fällen, dass die groß erscheinende Regentonne tatsächlich ziemlich klein ist. Eine zweite muss her.
Wenn man die beiden Tonnen miteinander verbindet, braucht weiterhin nur die eine Tonne direkt am Fallrohr stehen. Die andere kann da stehen, wo Platz ist.
Man kann auch nicht nur zwei, sondern beliebig viele Tonnen miteinander verbinden.
Durch die Art der Verbindung kann man festlegen, wie das gesamte Wasser- und Tonnensystem sich verhält. Man überlegt also am besten vorher, was man haben möchte.
Es gibt mindestens 2 grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten, wie man die Tonnen miteinander verbinden kann. Darum geht es hier.
Regentonnen verbinden: Möglichkeiten
Ganz grob kann man die Tonnen oben verbinden, also direkt am oberen Rand. Dann füllt sich zuerst die eine Tonne, und wenn der Überlauf erreicht ist, läuft das Wasser weiter in die zweite Tonne.
Oder man kann die Tonnen ganz unten verbinden, direkt über dem Boden. Dann verteilt sich das Wasser von Anfang an in beide Tonnen, der Wasserstand ist immer gleich hoch.
Man kann nicht einfach sagen, das eine System ist besser oder schlechter als das andere. Es kommt drauf an, was man erreichen möchte.
Wasserspeicher-Kapazität erhöhen: zwei Tonnen nebeneinander
Wenn man einfach nur eine zweite Regentonne neben die erste stellen möchte, dann ist es meistens egal, aus welcher Tonne man das Wasser später entnimmt.
Aber es gibt Unterschiede in der Verschmutzung. Regenwasser ist nie hundertprozentig sauber. Muss es auch nicht sein.
Aber nach dem Regen, wenn das Wasser in Ruhe steht, setzt sich der Schmutz unten in der Tonne ab, so dass man sie nach ein paar Monaten säubern muss.
Wenn die beiden Tonnen am oberen Rand verbindet, dann landet der größte Teil des Schmutzes in der ersten Tonne. Die zweite bleibt sauber.
Für die Verbindung unten ist es wichtig, dass der Wasserstand in beiden Tonnen immer auf der selben Höhe sein wird.
Das setzt also auch voraus, dass beide Tonnen auf der gleichen Höhe stehen, oder dass unterschiedliche Tonnen so angeordnet werden, dass der obere Rand auf derselben Höhe liegt. Sonst verschwendet man Speicherplatz.
Bei der Verbindung am oberen Rand sollte der Verbindungs-Schlauch einen möglichst großen Durchmesser haben. Weil sonst bei starkem Regen die Kapazität nicht ausreicht. Die erste Tonne läuft dann über, in der zweiten kommt nur wenig an.
Der Schlauch mit großem Durchmesser hängt da irgendwo in der Luft, sollte also kurz sein. Die Tonnen sollten direkt nebeneinander stehen.
Wenn man unten verbindet, reicht ein normaler Gartenschlauch. Das Wasser verteilt sich langsam, aber es ist immer in beiden Tonnen gleich viel Platz.
Dieser Gartenschlauch kann im Prinzip beliebig lang sein. Die zweite Tonne kann also durchaus auch am anderen Ende des Gartens stehen. Der Schlauch kann auf dem Boden liegen, oder man kann ihn auch eingraben.
Die zweite Tonne woanders aufstellen
Wenn das Fallrohr direkt an der Terrasse ist, möchte man da meistens eine formschöne Regentonne haben. Die zum Stil des Gartens, der Terrasse passt. Die also vielleicht eher nicht so groß ist.

Regenwasser für den Gemüsegarten, auch wenn da kein Fallrohr ist? Regentonnen verbinden machts möglich.
Foto: KI-generiertes Bild
Man kann von da eine Verbindung legen, zu einer zweiten, größeren, Regentonne, die an versteckter Stelle im Garten steht. Dort braucht kein Fallrohr zu sein.
Es braucht nur die Verbindung zwischen den beiden Regentonnen. Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren ist der Wasserstand in beiden Tonnen immer gleich hoch.
Das sollte man bedenken, wenn man verschiedene Tonnen verwendet, oder wenn die Tonnen auf unterschiedlicher Höhe stehen.
Der Wasserstand ist immer maximal auf Höhe des oberen Randes der niedrigeren Tonne. Egal, ob sie kleiner ist oder weiter unten steht.
Regenwasser im Garten verteilt speichern
Je größer der Garten, umso praktischer ist es, wenn man an möglichst vielen Ecken Regenwasser zur Verfügung hat. Man kann beliebig viele Regentonnen miteinander verbinden. Die zumindest im Prinzip auch beliebig weit voneinander entfernt stehen können.
Auf diese Weise bekommt man nicht nur eine große Speicherkapazität, sondern hat das Wasser auch immer da, wo man es braucht.
Und man hat keine Regentonnen rumstehen an Stellen, wo man sie nicht haben möchte.
Regentonnenverbinder
Es gibt fertige Sets zu kaufen, mit denen man zwei Regentonnen einfach miteinander verbinden kann.
Es gibt sie mit Schläuchen mi großem Durchmesser bis zu 50 mm, für die Verbindung von direkt nebeneinander stehenden Regentonnen.
Und es gibt sie mit Schläuchen, die den Durchmesser eines normalen Gartenschlauches haben. Die werden meistens auch mit einem kurzen Schlauchstück verkauft, aber man kann ohne Probleme stattdessen ein beliebig langes Stück Gartenschlauch verwenden.
Und damit seine zweite Regentonne da aufstellen, wo man sie haben möchte. Auch wenn da kein Fallrohr in Sicht ist.




