Regenwasser für den Gemüsegarten: Weniger Gießkannen schleppen

In ganz vielen Gärten steht die Regentonne am Haus, da wo das Fallrohr ist. Der Gemüsegarten, der das meiste Wasser braucht, ist am anderen Ende des Gartens. Muss man jetzt jede Gießkanne schleppen? Nein. So gehts einfacher.
Eine Frau zapft Regenwasser aus einer Regentonne neben ihrem Gemüsegarten
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Astrid Kurbjuweit
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Im Gemüsegarten möchte man sehr oft mit der Gießkanne wässern: empfindliche Kulturen kann man so viel besser zielgerecht gießen als mit dem Gartenschlauch, der schnell Erde wegschwemmt.

Allerdings steht die Regentonne meistens am Haus, weil da das Fallrohr ist. Und schon muss man die schweren Gießkannen über längere Strecken schleppen. Für dieses Problem gibt es eine Lösung.

Man stellt eine zweite Regentonne direkt neben die Gemüsebeete. Diese verbindet man mit der ersten Regentonne, die unter dem Fallrohr am Haus steht.

Richtig gemacht, steht in beiden Tonnen das Wasser gleich hoch, man hat immer Gießwasser direkt am Gemüsebeet. Ohne endlose Schlepperei. 

Die Umsetzung ist einfach. 

Verbundene Regentonnen: kommunizierende Röhren

Man braucht zwei Regentonnen. Die eine steht da, wo das Regenwasser anfällt, am Fallrohr. Die andere steht da, wo man das Regenwasser braucht, am Gemüsebeet. 

Diese beiden Tonnen verbindet man mit einem Schlauch. Dazu nimmt man am besten ein Set zur Verbindung von Regentonnen, und ersetzt das kurze Schlauchstück, das dabei ist, durch ein Stück Gartenschlauch in der benötigten Länge. 

Dabei gibt es grundsätzlich keine Längenbeschränkung. Man muss nur beachten, dass Wasser von alleine nicht nach oben fließt.

Wenn der Garten vollständig auf einer Ebene liegt, gibt es kein Problem. Wenn der Gemüsegarten am Hang niedriger liegt, gibt es auch kein Problem. Nur wenn der Gemüsegarten höher liegt, funktioniert diese Methode nicht. 

Regentonnen verbinden

Die einfachste Methode ist, einfach einen Schlauch vollständig in einer Regentonne mit Wasser zu füllen. Das eine Ende mit dem Daumen zuhalten, das andere Ende in der Regentonne unter Wasser halten. 

Zur zweiten Tonne gehen, das Schlauchende ganz nach unten in die Tonne halten und den Daumen loslassen. Wenn der Schlauch vollständig gefüllt war, läuft das Wasser jetzt von alleine in die zweite Tonne. Bis beide den gleichen Wasserstand haben.

Das ist unschlagbar einfach und funktional. Aber es sieht nicht sehr elegant aus. 

Die zweite Methode der Regentonnenverbindung verwendet deshalb fertige Regentonnenverbinder.

Regentonnenverbinder

Regentonnenverbinder gibt es als fertiges Set zu kaufen. Man nimmt eins, das die Verbindung mittels eines Schlauches herstellt, der den Durchmesser eines normalen Gartenschlauchs hat.

Man ersetzt das kurze Schlauchstück, das im Set enthalten ist, durch ein Stück Gartenschlauch in der gewünschten Länge, installiert das Set nach Anweisung und hat eine feste Verbindung zwischen den beiden Regentonnen. 

Man kann die Endstücke ganz unten an der Tonne anbringen, auch an der Rückseite der Tonne. Man kann den Gartenschlauch irgendwie unauffällig verlegen, man kann ihn auch eingraben. 

Regenwasser am Gemüsebeet

Egal, auf welche Art man die Verbindung zwischen den Regentonnen realisiert, das Wasser läuft jetzt von alleine den Weg vom Fallrohr zum Gemüsegarten. Man muss nicht alles schleppen. 

Das macht die Arbeit im Gemüsegarten einfacher und erfreulicher, man hat jetzt mehr Zeit für das, was man dort wirklich machen möchte. 

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